Freitag, 18. Januar 2008

Schilder in Japan, Teil 3

Was für Schilder bleiben übrig, wenn man die zum Ertrinken und zu Regeln bzw. Verboten wegläßt? Ganz normale Werbung, Hinweise auf Sehenswürdigkeiten und Restaurantauslagen. Über die letzteren hat Jaggard bereits berichtet, deshalb zeige ich hier nur eine besondere Ausführung aus Styropor.
Die meisten Hinweisschilder in Kyoto und zu Sehenwürdigkeiten sind mehrsprachig gehalten, neben japanisch noch mindestens auf englisch. Die Stadtpläne hier haben eine Besonderheit: sie zeigen die Straßen so wie sie verlaufen, wenn man direkt vor dem Schild steht, d.h sie sind nicht eingenordet. Das sollte man immer im Kopf behalten, wenn man sich nach Streckenlänge und Kompaß orientiert, sonst kann man sich übel verlaufen ... Viele künstlerische Stadtpläne oder Übersichtskarten sind nur auf japanisch gehalten, genauso wie die Netzpläne der staatlichen Eisenbahngesellschaft. Zum Glück hat Jaggard einen Stadtplan, der die Kanji zu den Ortsnamen angibt. Alternativ kann man sich auch mit einer anderen Linie behelfen, hier in Uji gibt es noch die Keihan-Line.
Ein Schild ist mir besonders aufgefallen: Es stand an einem Parkeingang und hatte neben den üblichen Regeln bestimmt auch viele interessante Informationen zum Park. Leider alles auf japanisch, die englische Übersetzung war nur "This is a Beautification Enforcement Area. By law you are prohibited from disposing of litter in an irresponsible manner." Manchmal ist es schon schlimm, derart arrogant auf die Tatsache hingewiesen zu werden, daß man keine japanische Sozialisation hat und auch kein japanisch kann.
Kyoto ist voll mit Weltkulturerbestätten, deshalb gibt es auch sehr viele Schilder, die die Geschichte des jeweiligen Tempels / des Weltkulturerbes in japanisch, englisch und koreanisch erklären. Leider setzt sich das nur selten innnerhalb der Tempel fort. Auch in Museen oder Ausstellungen sollte man sich immer eine englische Übersetzung mitgeben lassen, da auch dort viele interessante Nebeninformationen nur auf japanisch erhältlich sind.
In manchen Tempeln kann man kleine Schilder aufhängen, auf denen man seine Gebrechen markiert ... wahrscheinlich ist das ein Opferbild ("ema") an die dortigen Naturgeister, die dann die Gebrechen lindern sollen.

Ein Gastkommentar (der letzte!) von Frau Eleanor


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