Samstag, 5. Januar 2008

Kiyomizu-dera

Die ersten Tage des Jahres sind für viele Japaner der einzige Urlaub, den sie nehmen. Bei Tempelbesuchen zu dieser Zeit merkt man das auch deutlich. Oft hat man den Eindruck, dass alle 120 Millionen Japaner zeitgleich dieselbe Sehenswürdigkeit besuchen wollen - natürlich die, die man sich gerade ausgesucht hat. So mussten wir erleben wie bei unserem Besuch des Kiyomizu-Schreins die Japaner in Reisebussen angekarrt wurden. Das hatte den großen Vorteil, dass man den Weg zum Tempel recht einfach fand. Man musste einfach nur mit dem Strom schwimmen.
Der Schrein ist an einem Berghang am Rande von Kyoto gelegen. Von dort aus hat man eine schöne Aussicht über die Stadt. Vor im gibt es eine Quelle mit besonders reinem Wasser (jap.: kiyo mizu).
Der erste Tempel wurde zusammen mit der Stadt im späten 8. Jahrhundert gegründet. Er brannte mehrfach ab und wurde neu aufgebaut. Heute gehört der Schrein wahrscheinlich zu den am häufigsten fotografierten Sehenswürdigkeiten in Kyoto. Die markante Haupthalle mit dem großen Holzbalkon ist nach traditioneller japanischer Bauweise ohne Nägel gebaut worden.

Ein schönes Video findet man bei YouTube:


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