Donnerstag, 17. Januar 2008

Schilder in Japan, Teil 2



Für Japaner sind Regeln sehr wichtig. Es gibt bestimmte Sätze bzw. Wörter, die man sagt, wenn man eine Wohnung betritt, wenn man zu essen beginnt, wenn man mit essen aufhört, wenn man in einen Laden geht etc. Genauso gibt es für sehr viele Situationen vorgeschriebene Verhaltensweisen, was die Verständigung als Gaijin nicht unbedingt erleichtert. Viele Dinge sind anders als in Europa, da muß man manchmal sehr tolerant sein und sich daran erinnern, daß das hier höflich ist. Oder zumindest nicht unhöflich.

Hier gilt schon für kleine Kinder das Sprichwort: "Der Nagel, der herausschaut, wird eingeschlagen." Alle sind diszipliniert und stellen das Wohl der Gruppe über das eigene Wohl. Jugendliche bilden manchmal eine Ausnahme, z.B. sehen wir ab und zu Pärchen, die sich an den Händen halten. Heute habe ich etwas gesehen, was selbst mich ein wenig geschockt hat: in der vollbesetzten Bahn hat sich eine japanische (!) Jugendliche die Nase geschneuzt. Das ist hier eine wirklich unglaubliche Sache, das wird eigentlich selbst bei Ausländern nicht gern gesehen.

Um den anderen Leuten beim Betreten eines öffentlichen oder auch privaten Ortes das Einhalten der dort geltenden Regeln zu erleichtern (und ihnen die Unannehmlichkeit zu ersparen, auf einen Regelverstoß hingewiesen werden zu müssen), gibt es natürlich Schilder, die darauf hinweisen.

Einige sind einfache Verkehrsschilder, andere schon aufwändiger ... und wieder mit niedlichen Bildern, wenn es um Aufmerksamkeit oder um Kinder geht.






Ein Gastkommentar von Frau Eleanor



2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Also, ich versuche mal zu raten:
Das erste Schild ist offenbar von Werner inspiriert. "Ich hab euch jesacht, ihr sollt n Helm trogen!"
Das zweite soll dann wohl vor Waldbrand durch Zigaretten warnen.
Das dritte versteh ich nicht. Tauben füttern verboten, oder was?
Das vierte Schild verbieten das Spielen aufgrund der Verletzungsgefahr, würde ich sagen.
Danach..., Zebrastreifen lautet wohl das Stichwort.
Schild Nummer fünf warnt davor, das der Park mit Zeichentrickfiguren verseucht ist?
Und zu guter letzt: Fahrräder und Rikschas verboten!

Frau Eleanor hat gesagt…

Das dritte verstehe ich auch nicht. Es stand aber in einem Park mit unheimlich viel Krähen, also muß es sowas heißen.

Das vierte Schild steht vor einem umzäunten Bereich, neben dem ein Sportplatz ist. Die Kinder sollen da anscheinend nicht reingehen, sondern den richtigen Weg auf den Sportplatz nehmen.

Die bösen Schulkinder folgen nicht dem, was an der Mauer steht: Nach rechts und links gucken!
Die Zebrastreifen scheinen hier eher ein Zeichen für das Vorhandensein einer Fußgängerampel zu sein als die Aufforderung an einen Autofahrer, dort aufpassen zu müssen. Normalerweise muß man auf Japans Straßen nur auf die Autos aufpassen, die einen überholen, den Rest erledigt die hiesige StVO - es gibt extra Laufstreifen für Blinde auf den Gehwegen (die die Art der Erhöhungen wechseln, sobald ein Abzweig oder eine Straße kommt), sämtliche Kreuzungen und Straßenüberquerungen sind mit Zebrastreifen markiert und es gibt unheimlich viele Ampeln, die zum Lichtsignal auch Töne produzieren. Leider sind die Bürgersteige hier sehr schmal, mit Masten und ähnlichem vollgestellt und die Radfahrer *müssen* auf den Bürgersteigen fahren, was dazu führt, daß man sich als Fußgänger häufig auf die Straße begeben muß. Da sollte man dann schon aufpassen.

Das Zeichentrickfigurenschild haben wir in Nara gefunden. Die dortigen Parkanlagen sind riesig und es gibt überall freilaufende Rehe. Damit die keine Krankheiten bekommen, muß man sich an die auf dem Schild abgebildeten Verhaltensregeln halten. Ich finde es sehr lustig, wie der Rehbock so wütend guckt...und das Bauchschmerzreh ist auch toll.