Aber heute gibt es wieder einen Blog.
Heute war ich mit zwei weiteren Bewohnern meines Wohnheims (einer Algerierin und einem Tunesier) in Uji um uns dort den Byodoin Tempel anzusehen.
Er ist einer der berühmtesten Tempel in Japan und am liegt direkt am Uji-Fluss, nur etwa 2 km von meinem Wohnheim entfernt. Er wurde vor etwa 1000 Jahren zur Heian-Zeit gebaut. In dieser Epoche der japanischen Geschichte wurde Kyoto die Hauptstadt des japanischen Kaiserreiches (vorher war es Nara, 25 km südlich von Kyoto). Die höfische Kultur, so wie Kunst und Kultur wurden verfeinert und auch die Silbenschrift Hiragana stammt aus dieser Zeit.
Aus dieser Zeit stammt eines der bedeutendsten Romane der japanischen Literatur, Genji Monogatari (源氏物語, Die Geschichte vom Prinzen Genji). Das Buch ist in der Bedeutung vielleicht mit dem Niebelungen-Lied zu vergleichen und ist sogar etwas älter.
Das letzte viertel des Buches spielt in Uji. Daher gibt es direkt am Fluss eine Skulptur die an die Geschichte erinnern soll. Für Ausländer aber auch für moderne Japaner ist das Buch praktisch unlesbar. Was allerdings wohl weniger an der Sprache liegt, sondern an dem Umstand, dass es zu jener Zeit als unhöflich galt in Büchern Personen beim Namen zu nennen. Daher werden die Personen immer nur durch den Rang, Kleidung oder familiärer Herkunft beschrieben, was das lesen des Buches sehr mühsam macht.
Zurück zum Tempel. Er ist so schön und bedeutsam, dass er in die Rückseite der 10 Yen-Münze eingeprägt ist. Der Phönix, der den Giebel des Daches ziert ist auf dem 10.000 Yen-Schein abgebildet.
2 Kommentare:
Ist das tatsächlich ein echter Kranich neben dem Phönix? Ich finde, der Phönix sieht echt gut aus, ich kan mir sogar die Flammen vorstellen, aus denen er sich erhebt.
Die Tempelanlage scheint echt groß zu sein. Und sehr gut gepflegt ... leben da auch Mönche, die sich um alles kümmern?
Nein, in diesem Tempel gibt es keine Mönche mehr.
Er steht voll und ganz dem Tourismus zur Verfügung. Bei den meisten anderern Templen ist das zum Glück anders. Da begegnen einem zahlreiche Mönche. Die Tempel werden auchaktiv genutzt
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